Am 15ten Juni bin ich ja bekanntlich meinen vierten und letzten Brevet zur Qualifikationen für Paris Brest Paris gefahren. Zu diesem Zeitpunkt war das Portal für PBP aber schon geschlossen. Nur mit etwas Glück habe ich dann doch noch einen Startplatz erhalten. Durch Absagen öffnete das Portal am 24.06. nochmal und es wurden ca.1000 Startplätze wieder frei. Am selben Tag hab ich mich angemeldet und es klappte jetzt auf Anhieb.
Ich werde am 18.08. bis 22.08. mit vier Radsportlern aus dem Landkreis Stade und mit mehr als 6600 Radsportlern aus 66 Nationen auf der Strecke sein.
PBP ist eine der ältesten Radveranstaltungen der Welt. 1891 fand die Veranstaltung zum ersten Mal statt. Es geht über 1200 Kilometer und mehr als 10000 Höhenmeter von Rambouillet nach Brest und zurück. PBP ist eigentlich aus dem Radrennen für Profis und Amateure das den gleichen Namen trug entstanden. Erstmals am 6. September 1891 und zuletzt 1951 fand es als Rennen statt. Ursprünglich war der Start in Paris, jetzt aber nur noch für Jedermänner (Randonneur) in Rambouillet. In diesem Jahr findet es zum 23ten Mal statt.
Es findet nur alle 4 Jahre statt und du musst in dem Jahr der Veranstaltung insgesamt 4 Qualifikationen fahren. Einen 200, 300, 400 und 600 Brevet die alle von dem Audax Club Parisen zugelassen sein müssen. Erst jetzt und nach Erhalt der Homoglobationsnummern kannst Du Dich registrieren und anmelden. Bei der Anmeldung suchst du Dir deine Startzeit, deine Gesamtzeit (80std, 84Std oder 90Std) und die Zeit der Fahrradkontrolle aus. Die Fahrradkontrolle findet einen Tag vor dem Start statt. Falls du im Vorjahr aber einen vom Audax Club Parisen zugelassenen Brevet gefahren bist, kannst du dich früher anmelden. Je nach Länge dieses Brevet, je früher.
Bekannt ist die Veranstaltung auch dafür, dass es unwahrscheinlich viele Zuschauer an der Strecke gibt. Die sich auch nachts die Unterstützung der Radfahrer nicht nehmen lassen. Es werden teilweise Getränke, Crepes oder ähnliches gereicht. Meistens erwarten die Franzosen nur, dass man deren Visitenkarte mitnimmt und aus der Heimat eine Postkarte schreibt. Es befinden sich unterwegs auch Stellwände auf denen die Postkarten von vor vier Jahren hängen.
An den Kontrollstellen ist es auch möglich gegen einen Obolus etwas zu trinken oder zu essen zu bekommen oder auch ein Schläfchen zu halten. Das schwierigste auf der gesamten Strecke wird aber der Versuch sein, seine Müdigkeit in den Griff zu bekommen.
Es ist eine extreme körperliche Belastung und mal sehen wie weit mein Körper mit den Strapazen umgehen kann bzw. will.
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Qualifikation Audax Randonneur Alemagne Lingen-Lohne 600KM für PBP 2019
Am 15ten Juni bin ich meinen vierten und letzten Brevet zur Qualifikationen für Paris Brest Paris gefahren. Zu diesem Zeitpunkt war das Portal für PBP aber leider schon geschlossen. Da ich aber in Lingen-Lohne angemeldet war, sind wir mit dem WOMO nach Lingen. Ich fuhr also die sogenannte „Acht von Lohne“ ohne Möglichkeit mich für PBP zu qualifizieren. Das es am Ende anders kam und das Portal ca.: 2 Wochen wieder öffnete, war reines Glück.
Morgens um 8:00 Uhr war Start in Lingen-Lohne. Die ersten 300 Kilometer bis zurück zur Nudelparty gingen durch die Grafschaft Bentheim, das Nördliche Emsland, die Region Groningen (NL), die Wasserfestung Bourtange (NL), Drenthe (NL), den Nationaalpark Drentsche Aa (NL), Overijssel (NL) und wieder die Grafschaft Bentheim. Die zweiten 300 Kilometer führten uns dann ins Emsland, den Landkreis Vechta, den Landkreis Osnabrück, das Wiehengebirge, das Wittekindsland, den Teutoburger Wald, den Kreis Steinfurt, das Tecklenburger Land und durchs südliche Emsland zurück.
Es war landschaftlich eine sehr abwechslungsreich. Es ging durchs weite flache Emsland und Holland, genauso über wellige und waldige Regionen bis hin zu doch schon etwas längere Anstiege.
Leider hatten wir am Anfang der Tour kein so gutes Wetter. Es nieselte leicht so, dass die Straßen feucht/nass waren. Zum Übel aller war auf der ersten Strecke, die lange Gerade im Emsland, über fast 8-10 Kilometer alles an Splitt drauf, was die Behörden besorgen konnten. Das führte im Laufe des Brevet zu etlichen Plattfüßen. In der Gruppe, in der ich mitfuhr, hatten wir 8 Platten in der ersten Hälfte der Runde. Zu allen Überfluss kam es in einer holländischen Kleinstadt den Witterungsverhältnissen geschuldet zum Sturz. Ich und noch ein paar andere Fahrer rutschen in einer Kurve weg und polierten die Pflasterung. Zum Glück im Unglück gab es nur Hautabschürfungen, die schnell durch die Hilfe der Bevölkerung versorgt waren. Das Wetter wurde auch langsam besser, sodass es am Ende der ersten Runde trocken war.
Zu Anfang der zweiten Hälfte ging es in die Nacht und es blieb trocken aber auch ein wenig kühl. Ab dem Wiehengebirge klarte der Himmel auf, die Sonne kam durch und den Rest der Tour wurde es immer wärmer.
Paris – Brest – Paris kann kommen! Ich bin soweit!
Audax, Brevet, PBP